Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer

 

Mit der Reform des ErbStG 2009 sind die Regeln der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer umfangreich geändert worden. Das BVerfG hat dann aber mit Urteil v. 14.12.2014, 1 BvL 21/12, eine erneute Anpassung im Bereich des Unternehmensvermögens gefordert. Am 14.10.2016 hat der Bundesrat der aktuellen Erbschaftsteuerreform zugestimmt, die am 09.11.2016 BGBI I 2016 S.2464) veröffentlich worden ist. Am 31.07.2017 wurden die koordinierten Anwendungserlasse v. 22.06.2017 (BStBI I 2017 S. 902) veröffentlicht. Diese gehen auf die Kernbereiche der Reform von 2016, d.h. zu den §§ 13a-§ 13b, § 28a ErbStG, ein.

Freibeträge: Die für die Praxis maßgebenden persönlichen und sachlichen Freibeträge sind nachfolgend dargestellt (Beträge in EUR):

 

bis 2008 seit 2009 Erhöhung
Ehegatte 307.000 500.000 193.000
Eingetragener Lebenspartner 5.200 500.000 494.800
Kinder, Stiefkinder 205.000 400.000 195.000
Enkel 51.200 200.000 148.800
Eltern und Voreltern im Erbfall 51.200 200.000 48.800
Steuerklasse II (Geschwister, Nichten) 10.300 20.000 9.700
Steuerklasse III (entfernte Verwandte) 5.200 20.000 14.800
Versorgungsfreibetrag für Ehegatte 256.000 256.000 0
Versorgungsfreibetrag für eingetragene Lebenspartner 256.000 256.000 0
Versorgungsfreibetrag für Kinder bis 52.000 bis 52.000 0
Beschränkt Steuerpflichtige 1.100 2.000 900
Hausrat Steuerklasse I 41.000 41.000 0
Bewegliche Gegenstände Steuerklasse I 10.300 12.000 1.700
Hausrat und andere Gegenstände in Steuerklasse II und III 10.300 12.000 1.700

 

Quelle: IVD Immobilien Fakten 2019